Teenies bei Prostituierten, Sex gegen Geld oder Güter – wie Schweizer Jugentliche heute wirklich ihre Sexualität ausleben, will nun eine Online-Umfrage herausfinden.

Immer öfter suchen 16- bis 18-Jährige Sex bei Prostituierten. Das berichteten mehrere Genfer Bordellbesitzer gemäss «Le Matin Dimanche». Und eine Studie, die eine Gutachterin im Auftrag der Oak-Stiftung 2012 durchführte, ergab, dass Fachpersonen aus verschiedenen Gebieten sexuelle Praktiken einzelner Jugendlicher als besorgniserregend bezeichneten.

Zum Beispiel das Bezahlen sexueller Handlungen gegen Geld oder Gegenstände wie Zigaretten, Kleider, Handys. Zu intimen Tauschgeschäften soll es auch für die Aufnahme in einer Gruppe oder die Statussicherung bei Gleichaltrigen gekommen sein.

Fragebogen entwickelt 

Sind das nur Einzelfälle? Oder kommt das flächendeckend vor? Dies will nun die Hochschule für Soziale Arbeit in Freiburg ineiner grossen Online-Umfrage unter Schweizer Jugendlichenherausfinden. Dazu hat sie einen Fragebogen entwickelt, den 14- bis 18-Jährige anonym beantworten können.

Wer will, kann seine Bereitschaft zu einem Einzelgespräch angeben. In diesem Punkt wollen die Studienleiter vor allem auf die Erfahrungen mit Sex gegen Güter, Geld oder die Verschaffung von Vorteilen eingehen.

Studienleiterin Annamaria Colombo sagt: «Je mehr Jugendliche mitmachen, desto besser. Aber das Ziel ist nicht, repräsentativ zu sein.» Die Gefahr bestehe, dass auch ältere Personen die Online-Studie ausfüllen würden. Einige davon werde man in der Auswertung bereinigen können, aber nicht alle.

Bis jetzt haben bereits 4000 Jugendliche vor allem aus der Romandie den Fragebogen ausgefüllt. Die Resultate der Studie werden Ende 2016 erwartet.

Quelle: 20min.ch

10. November 2015 No Comments admin Allgemein, Im Netz , ,